CDU-Stadtverordnetenfraktion nimmt Stellung zu Aussagen zur Sicherung der Nahversorgung in Offenthal

Die CDU-Stadtverordnetenfraktion nimmt die in der heutigen Ausgabe der Offenbach Post („Kein Interesse an Erweiterung“, 6.2.2020) getroffenen Aussagen von REWE-Sprecherin Katja Krauskopf und Bürgermeister Martin Burlon zum Anlass für eine Stellungnahme. Wie Kai Wißner und Hartmut Honka gemeinsam mitteilten, bedauern sie die Aussage von REWE, dass eine Erweiterung und langfristig auch der Verbleib am Standort Borngartenstraße auch nach dem Auszug der Sparkasse Langen-Seligenstadt aus dem Gebäude nicht vorstellbar sei. „Ein echter Nahversorgungsmittelpunkt im Ort, wie es derzeit in der Borngartenstraße ist, ist noch immer unser Favorit. Es mehren sich jedoch die Anzeichen, dass dieser Standort wohl aus den unterschiedlichsten Gründen auf längere Sicht keine Zukunft mehr hat“, sagte Kai Wißner.

Die CDU-Stadtverordnetenfraktion wird sich daher bis zur nächsten Ausschussrunde überlegen, wie sie ihren Antrag aus dem April 2019 zur Sicherstellung der Nahversorgung an die neuen Fakten anpassen wird. Hartmut Honka abschließend: „Eines ist für uns wichtig: Offenthal muss Standort eines Nahversorgungsunternehmens bleiben. Wenn dies nicht am bisherigen Standort in der Borngartenstraße möglich sein sollte, dann bedarf es wohl zumindest keiner Befragung der Bürgerinnen und Bürger in Offenthal mehr. Alle Aktivität müsste darauf gelegt werden, punktgenau zum Auslaufen des Mietvertrages in der Borngartenstraße einen neuen Nahversorger an einem anderen Standort für die Menschen in Offenthal zur Verfügung zu haben.“

Nachfolgend der ursprüngliche Antrag in vollem Wortlaut:

„1. Der Magistrat wird beauftragt in geeigneter Art und Weise mit den Bürgerinnen und Bürgern in Offenthal zu eruieren, wie die Nahversorgung in Offenthal gestaltet werden soll (Beibehaltung des bisherigen Standortes in der Borngartenstraße und/oder Erschließung einer neuen Fläche zwischen der neuen Aral-Tankstelle und der Straße Im Stadtgäßchen).

2. Sofern von der Bevölkerung mehrheitlich gewünscht, wird der Bereich zwischen Aral-Tankstelle und der Straße Im Stadtgäßchen (Autohaus Milzetti) als möglicher neuer Standort für eine Bebauung mit einem Nahversorger entwickelt.

3. In diesem Fall ist zu prüfen, inwiefern die Baurechtschaffung in Zusammenarbeit mit interessierten Einzelhandelsunternehmen durchgeführt werden kann. Sofern ein Unternehmen für eine Kostenübernahme der Baurechtsschaffung gewonnen werden kann, ist diese Variante der Baulandentwicklung zu priorisieren.

Begründung:

Den Bestand des örtlichen Nahversorgers am innerörtlichen Standort möchte die CDU möglichst sichern. Jedoch sind bisher alle Gespräche über eine Entwicklung des Areals an der Borngartenstraße gescheitert und eine Entwicklung in der Ortsmitte erscheint in absehbarer Zeit aus den unterschiedlichsten Gründen ausgeschlossen. Dies bedauern wir, ebenso wie auch viele Anwohner in Offenthal, sehr.

Aus diesem Grund soll der Magistrat in einem ersten Schritt mit den Bürgerinnen und Bürger eruieren, inwiefern die Nahversorgung im Ortsteil Offenthal in Zukunft gestaltet werden soll. Hierbei soll der Magistrat in geeigneter Art und Weise zusammen mit den Bürgerinnen und Bürger zu einer Abwägung der Standorte unter Berücksichtigung Verwirklichungschancen kommen.

Wenngleich der Prozess zur Neugestaltung offen ist, soll der Magistrat schon weitere planungsrechtliche Schritte für mögliche Alternativen in Erwägung ziehen. Eine mögliche Schließung des bisherigen Anbieters in der Ortsmitte und eine daraus resultierende Versorgungslücke auf mehrere Jahre ist möglichst zu vermeiden. Daher sieht die CDU-Fraktion Handlungsbedarf für einen möglichen Alternativstandort für einen Nahversorger, wenngleich für die CDU sich auch eine Neugestaltung/-bebauung am derzeitigen Ort wünschenswert ist.

Ein möglicher Standort ist aus Sicht der CDU das Areal „hinter“ der Aral-Tankstelle. Zum einen besteht im Regionalen Flächennutzungsplan bereits die Möglichkeit, dieses Gebiet als „Gewerbefläche“ zu entwicklen. Zum anderen erreichte die CDU-Fraktion im Januar 2019 die Anfrage von Norma, die auf dem Areal gerne eine Filiale eröffnen würden (Grundstück mit ca. 5000-7000 m2). Norma hat sich in ihrer Anfrage auch bereiterklärt, die Kosten für die Baurechtsschaffung zu übernehmen. Darüber hinaus entspricht die fußläufige Entfernung vom derzeitigen Standort in der Borngartenstraße zu dem möglichen neuen Standtort ca. 350 m (Angabe von google maps).“

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